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Klimawandel bedroht die Reisbauern

Südostasien leidet zunehmend unter Dürren und Überschwemmungen. Die Menschen in Kambodscha bangen um ihre Existenz.

Das ist das Ergebnis der sich anbahnenden Änderung der Wetterbedingungen. Auch Kambodscha ist davon betroffen in einem kaum zu übersehenden Maß. Die Anzahl der Menschen ohne frisches Trinkwasser ist gewaltig, das wissen wir aus der eigenen Erfahrung. Brunnen zu bauen ist und bleibt unser vordringliches Ziel. Gleichwohl gilt es auch, einen Blick auf die Reisbauern zu werfen, die zusehends mit den klimatischen Bedingungen zu kämpfen haben. Mal sind es Wassermassen, mal wochenlange Perioden extremer Hitze, die die Reispflanze verdorren lassen. Um es noch deutlicher zu beschreiben, der Niederschlag und extreme Temperaturen führen dazu, dass Pflanzen überwässert werden oder ausdörren.

Die Folge daraus ist absehbar, die Landflucht nicht nur der Reisbauern ist deutlich spürbar; auch die Landbevölkerung zieht es in die Städte, um sich dort als Tuk Tuk - Fahrer oder als Hilfskraft ein bescheidenes Geld zu verdienen, damit die Familie überleben kann. An dieser Stelle sei mir der Hinweis gestattet, dass es weitere Folgen gibt. Die Ernährung der Menschen auf dem Land kann nicht mehr sichergestellt werden; das beschleunigt den Zuzug in die Städte und zwar in die Armenviertel oder auch Slums.

Mit unserer Arbeit vor Ort versorgen wir nicht nur die Menschen mit frischem Trinkwasser, Hilfe zur Selbsthilfe ist das Stichwort. Wir zeigen den Menschen, wie wichtig es ist, dass Hygiene und Sauberkeit nicht nur ein Fremdwort ist, sondern helfen, mit dem Wasser auch kleine Gemüse- bzw. Gewürzgärten anzulegen, um die Lebensqualität zu erhöhen. Immer mehr wird unser Angebot angenommen trotz einiger Bedenken zum Beginn. Für 2019 haben wir uns vorgenommen, eine Dokumentation über die Erfolge im Garten- und Gemüsebau zu erstellen und diese auf unserer Homepage zu veröffentlichen.

 

Aumühle, den 08. Mai 2018

Helmuth Kircher